Dienstag, 9. September 2014

[ REZENSION ] ASHES- BRENNENDES HERZ







Titel: Ashes- Brennendes Herz
Autor: Ilsa J. Bick
Verlag: Egmont INK
Genre: Dystopie
Seiten: 512

Einband: Fester Einband
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Die siebzehnjährige Alex befindet sich auf einer Wanderung in den Bergen, als plötzlich die Natur um sie herum verrücktspielt und eine Druckwelle sie zu Boden wirft. Was war das? Alex hat keine Ahnung, aber sehr schnell wird klar, dass die Welt, die sie kannte, nicht mehr existiert. Die meisten Städte sind zerstört und die Überlebenden werden zur lauernden Gefahr. Das Einzige, worauf Alex noch zählen kann, ist ihre Liebe zu Tom. Gemeinsam versuchen die beiden, sich durchzuschlagen. Doch dann wird Tom verwundet, und Alex muss ihn schweren Herzens zurücklassen, um sein Leben zu retten. Als sie mit Hilfe zurückkehrt, ist er verschwunden. Eine packende Suche beginnt. Eine Suche nach Antworten, sich selbst und nach der einen ganz großen Liebe. Denn Alex weiß: Tom lebt, und sie wird ihn finden ...
  




"Ashes" beschreibt den Untergang der Welt, nicht was danach passiert ist, sondern was währenddessen passiert. Das habe ich so noch nie gelesen. Für die Protagonistin Alex scheint dieser Untergang aber gleichzeitig eine Rettung zu sein. Sie hat Krebs- einen Tumor, der ihre Gedanken und Erinnerungen nimmt und sich immer mehr ausbreitet. Doch nach der Druckwelle kann sie plötzlich wieder riechen, besser als je zuvor. Vielleicht auch besser als sie sollte.
>> Sie nahm ihn wieder wahr wahr, diesen Geruch, so konkret, dass er beinahe wie eine Feder in der Nase kitzelte. << ( S. 41)
Der Charakter Alex hat mir im Buch auch allgemein am besten gefallen. Sie kann für sich selbst sorgen, ist stark und jammert nicht. Trotzdem denkt sie an andere und begibt sich für ihre Freunde in Gefahren. 
Eine der wichtigsten Personen ist auch Elli, ein kleines, naives und nerviges Mädchen. Sie lockert die ganze Stimmung etwas auf. 
Tom tauchte meiner Meinung nach etwas zu spät auf, dafür das er im Klappentext steht und es sozusagen um seine Suche gehen soll. Ich dachte erst, dass ist wieder so ein typischer Liebesroman, mit ein paar Science- Fiction Elementen. Ich hasse es, wenn die Welt gerade untergeht und es die ganze Zeit nur um Liebe geht. Das passt einfach nicht und nervt mich.
Zum Glück ist das nicht so. Die Liebesgeschichte steht nur im Hintergrund, ganz weit hinten und passt zum übrigen Geschehen. Da bin ich auch froh drüber. 

Oft habe ich gelesen, Ashes sollte ab 18 sein, ist nichts für schwache nerven und total blutig. Aber ich habe davon gar nichts gelesen. Klar, das ist kein Kinderbuch und natürlich kommen Blutige Szenen. Das ist schließlich der Weltuntergang. Aber ich hatte nie das Gefühl, dass etwas zu eklig oder unangenehm wurde, ab 12 oder 14 Jahren kann man das gut lesen. Wenn ihr das Buch schon mal gelesen habt, könnt ihr ja mal schreiben, wie ihr dazu steht. 

Zum Schreibstil: Schön, einfach und für Jugendliche gut zu verstehen. So mag ich Bücher am meisten. Etwas anderes würde zu dieser Geschichte auch nicht passen. 

Die Kapitel waren sehr kurz, etwa 2-15 Seiten. Und alle endeten extrem reißerisch, weshalb man gezwungen wurde weiter zu lesen. Ich finde kurze Kapitel nicht so schlimm und mein Lesefluss wird dadurch auch nicht gestört. Das ist  aber bei jedem anders. 

Trotz der guten Seiten hat mir ein bisschen die Dynamik und Emotionen gefehlt. Es ist spannend zu sehen, wie Alex sich durch den Wald schlägt, doch nicht so fesselnd, wie in anderen Dystopien. 
Auch sind viele Stellen zu langatmig und ich habe insgesamt sehr lange für das Buch gebraucht- bei richtig spannenden bin ich an einen Tag fertig und kann nicht aufhören zu lesen. Das war hier nicht der Fall. 
Auch der Wendepunkt wurde nicht so gut beschrieben und lässt etwas zu viel offen ( ich hätte vorher nicht gedacht, dass das geht)
Später kommt Alex an einen Ort namens " Rule" Dort haben sich die Überlebenden an die neuen Umstände angepasst- viel zu schnell meiner Meinung, es ist immerhin nur ein knapper Monat vergangen- und die " alten" Familien herrschen dort. Es ist sehr unrealistisch, in welcher kurzen Zeit sich solche Strukturen gebildet haben. Und auch der pseudoreligiöse touch gefällt mir überhaupt nicht.


Das Cover war wohl ausschlaggebend für den Kauf. Darauf ist ein Mädchen zu sehen, ich dachte erst das ist Alex, aber im Buch wurde sie glaube ich als rothaarig beschrieben (?). Der Titel " Ashes" passt wie die Faust aufs Auge, aber mit den Untertitel " Brennendes Herz" kann ich mich nicht anfreunden. So etwas passt nicht zu Alex und auch nicht zur Geschichte. 
Trotzdem, dass Cover ist eines der schönsten, die ich besitze ( war ja auch ziemlich teuer). 
 >> Ich sage euch, die Vergangenheit ist ein Eimer voller Asche. << - Carl Sandburg




Ashes wurde als " DAS" Buch angepriesen, aber mir fehlt dafür etwas die Spannung und das " Ich- muss- weiterlesen- egal- wie" Gefühl. Oft war es etwas zu langatmig. Aber man sollte es auf jeden Fall einmal gelesen haben, denn es wurde schön geschrieben und erschreckend ehrlich. 
Leider kann ich nur 3 Punkte geben, aber das heißt nicht, dass das ein Buch für die Tonne ist. 


3 von 5
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Kommentare:

  1. Hey!
    Danke für die tolle Vorstellung, klingt ziemlich interessant. Aber schade, dass es dir etwas an Spannung fehlt, denn darauf kommt es hauptsächlich bei mir an.
    Ich habe dich übrigens zum "Liebsten-Award" nominiert. Vielleicht hast du ja Lust da mitzumachen. Schau gerne bei mir vorbei.
    Aller liebste Grüße, Carina.

    http://justbewildatheart.blogspot.de/

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    1. Hi Carina!

      Danke für die Nominierung, ich schaue mir deinen Blog gleich mal an :)
      Und stimmt, mir ist Spannung auch mit am wichtigsten.

      Vielen Dank und liebe Grüße
      Annika

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